Diagnose und Therapie von chronischen Rückenschmerzen

Da chronische Rückenschmerzen vielfältige Ursachen haben können, ist eine Diagnose der tatsächlichen Ursachen nicht immer leicht. Während ein Lumbago beispielsweise durch die Beschreibung und Sichtbarkeit des Schmerzes und die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit des Patienten sowie durch Verhärtungen beim Abtasten des Lendenbereichs für den Arzt deutlich wird, ist bei einem Bandscheibenvorfall eine Kernspintomografie sinnvoll. Entsprechend breit ist die Vielfalt der zu untersuchenden Symptome und möglichen Ursachen für Rückenschmerzen und chronische Rückenschmerzen. Deshalb sollten an Schmerzen leidende Menschen auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um die genauen Ursachen fachkundig abklären zu lassen und frühzeitig eine Chronifizierung des Schmerzes zu verhindern.

In aller Regel sind bei Rückenschmerzen drei Therapieansätze miteinander zu kombinieren: Schmerzbehandlung, Entspannung und Entkrampfung sowie bei nachlassendem Schmerz die gezielte Kräftigung der Muskulatur. Wesentlich im ersten Schritt ist die Schmerztherapie. Der Schmerz muss mit geeigneten Schmerzmitteln unterbunden werden, um einen chronischen Verlauf des Schmerzes zu verhindern. Denn Rückenschmerzen, die nicht behandelt werden, sind nicht nur eine große Belastung für den Betroffenen, sondern auch der erste Schritt zu chronischen Rückenschmerzen. So früh wie möglich sind entspannende und entkrampfende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu werden auf den individuellen Fall abgestimmte krankengymnastische Übungen ausgeführt. Ziel ist es dabei, die betroffene Muskulatur zu entkrampfen, um einen weiteren Schmerz zu verhindern und den Stoffwechsel der schmerzenden Region zu verbessern. Sobald die Schmerzen nachlassen können in einem weiteren Schritt gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um die Muskulatur zu kräftigen und zu harmonisieren, sie aufzubauen und die Beweglichkeit zu fördern. Dabei wird der Patient nicht zuletzt animiert, eigene vorbeugennde Maßnahmen zu ergreifen.