Was ist ein Lumbago?
Bei der Diagnose von Rückenschmerzen sprechen die Ärzte oft von „Lumbago“, ohne dass die Patienten genau wissen, was das heißt. In der Regel ist damit eine länger andauernde Muskelverspannung im Lendenwirbelbereich gemeint, es werden aber auch die akuten Kreuzschmerzen eines Hexenschusses damit bezeichnet. Anders als bei einem Bandscheibenvorfall, bei dem die Wirbel auf die Bandscheibe drücken, handelt es sich bei einem Lumbago um eine muskuläre Verspannung, die für die die Schmerzen verantwortlich ist.
Diese Verspannung kann plötzlich auftreten oder sich schleichend einstellen. In vielen Fällen ist sie Folge einer andauernden Fehlhaltung oder bzw. und Schonhaltung. Der Ablauf ist immer ähnlich: Ein Muskel verspannt sich und strahlt mehr oder weniger starke Schmerzen aus. Es kommt im betroffenen Bereich zu einer Unbeweglichkeit und einem Gefühl „Steifheit“. Diese Schmerzen sind entweder sehr stark und deuten dann auf einen „Hexenschuss hin“ oder sie werden längere Zeit durch eine Schonhaltung versucht auszugleichen. Aber genau das führt zu einer Verschlimmerung des Lumbagos.
Der Anspannung des Muskels müsste mit Bewegung begegnet werden. Da dies aber nur unter Schmerzen möglich ist, nimmt der Körper automatisch eine Schonhaltung ein. Wird der Kreislauf „Schmerz – Verspannung – Schmerz“ nicht durch eine Therapie durchbrochen, kommt es zu chronische Rückenschmerzen.
Lumbago lässt sich mit einer gezielten Therapie behandeln: Schmerztherapie und zusätzlich gezielte Bewegungen im Rahmen krankengymnastischer Übungen sowie durchblutungsfördernde und entspannenden Maßnahmen. Beim Besuch eines Arztes kann dieser ein entsprechendes Rezept für einen Physiotherapeuten ausstellen. Wichtig ist, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, wenn der Rücken schmerzt, und den Lumbago nicht durch eine Schonhaltung und den Dauerschmerz zu verschlimmern.